elka gewinnt den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2025

Morbach/Düsseldorf

Familie Kuntz hat sich seit 1906 im waldreichen Hunsrück dem Holz verschrieben. Und das mit einer Philosophie, die dem natürlich gewachsenen Werkstoff Holz vollkommen entspricht: die Herkunft aus kontrollierter Forstwirtschaft muss stimmen, die Wege vom Wald in die elka-Holzwerke in Morbach müssen kurz sein und bei der Verarbeitung wird selbst das Sägemehl weiterverarbeitet. Doch damit nicht genug: die vom Unternehmen elka Holzwerke hergestellten Holzwerkstoffe sollen möglichst wiederverwertbar sein. Dafür wird auch durch die vierte Generation viel unternehmerische Innovationskraft und in den nächsten Jahren zusätzlich viel Geld in die energetische Transformation investiert.

Holz als Baustoff: Kohlenstoffspeicher mit dokumentierter Ökobilanz

Holz ist ein nachwachsender, zugleich aber begrenzter Rohstoff. Während des Baumwachstums entzieht Holz der Atmosphäre CO₂; der Kohlenstoff bleibt in Holzprodukten über die Nutzungsdauer gebunden. Der Einsatz von Holz kann zur Verringerung von Treibhausgasemissionen beitragen, wenn dadurch emissionsintensivere Materialien ersetzt werden; die Umweltwirkungen unserer Platten sind in unseren Umweltproduktdeklarationen (EPD) dokumentiert. Holz ist recyclebar, upcyclebar, reparierbar und langlebig, wenn es konstruktiv richtig verarbeitet wird: die Bäume für das heute älteste Holzhaus der Welt wurden vor 1.430 Jahren im Jahr 594 n. Chr. gefällt.

Produktionsschritte sind bei elka schon seit 2014 als Kaskade realisiert

Mit der elka-Kaskadenproduktion in der kompletten Produktion zur Herstellung von Schnitt- und Konstruktionsholz werden Holzabfälle durch Upcycling zu Holzwerkstoffen verarbeitet – alle verbleibenden Reste werden energetisch in der Produktion wirksam. Die mehrfache stoffliche Nutzung von Holz vor einer abschließenden energetischen Nutzung kann zur Ressourceneffizienz beitragen. elka bietet mit den Plattenwerkstoffen esb Plus und vita auf Emissionen und Inhaltsstoffe geprüfte Produkte an. Sie entstehen durch die Verarbeitung von harzarmem Fichten-Frischholz, verarbeitungsfreundliche Leime und eigene, im Haus entwickelte Techniken. Die einzelnen Zertifikate finden Sie unter „Produktdaten und Zertifikate“.

Nachweise für elka-Produkte: Blauer Engel (DE-UZ 76), SHI-Produktpässe, Listung im DGNB Navigator – und der Deutsche Nachhaltigkeitspreis 2025 für das Unternehmen

esb Plus kann bei selektivem Rückbau sortenrein erfasst und wiederverwendet oder stofflich verwertet werden. Aufgrund homogener Leistungswerte ist esb Plus in beiden Plattenrichtungen gleich belastbar.

Die esb-Platte ist diffusionsoffen (Wasserdampf-Diffusionswiderstandszahl µ 80/40 trocken/feucht) und eignet sich für offene wie geschlossene Wandkonstruktionen. esb Plus ist zudem für den Auftrag von Lehmputz freigegeben. Die Premium-Platte esb Plus wurde beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2025 ebenfalls nominiert.

Warum elka kein Altholz einsetzt

Im Prinzip erscheint die Nutzung von Altholz ab Klasse A2 eine gute Sache im Sinne der Ressourcenschonung. Chemikalien, mit denen das Material zuvor in Kontakt gekommen ist, können jedoch zum Bestandteil neuer Plattenwerkstoffe werden. Eine Untersuchung der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg zeigt: bis zu 69 Prozent der untersuchten 468 Proben waren trotz Reinigungsprozesse wegen zu hoher Schadstoffkonzentration nach geltender Altholzverordnung für eine stoffliche Nutzung, z. B. in Holzwerkstoffen für den Bau- und Wohnbereich, nur begrenzt geeignet. Solange keine Sammlung von Altholz ohne funktionierende Qualitätskontrolle gewährleistet ist, kommt dessen Einsatz bei elka aus Verantwortung für die Gesundheit in der nachgelagerten Nutzung nicht in Betracht.

Dieser Überzeugung folgend haben die zum elka-Kundenstamm zählenden Fertighausunternehmen, organisiert im Bundesverband Deutscher Fertigbau, bereits 2014 die Verwendung von problematischem Altholz ab Klasse A2 in Holzwerkstoffen kategorisch ausgeschlossen.

Fokus auf Mitarbeitende

Betriebliche Mitbestimmung wird bei elka seit stolzen 77 Jahren gelebt – bereits 1947 wurde der erste Betriebsrat gegründet. Damit nicht genug: die Arbeitsschritte werden mit Blick auf die Gesundheit laufend überprüft und, wo möglich, mit technischen Innovationen erleichtert. Neben diesem Gesundheitsmanagement-System bietet elka vergünstigtes E-Bike-Leasing, kostenfreie hochwertige Arbeitskleidung, Zuschüsse zum Fitnessstudio, betriebliche Altersvorsorge, Mitarbeiterprämien, Unterstützung bei der Weiterbildung und vieles mehr. Bei Bedarf wird sogar Wohnraum vermittelt, damit das Team aus 220 engagierten Menschen wachsen kann.

Einladung zum Umdenken

Die elka-Beiträge zur Transformation sind im Prinzip multiplizierbar und auch skalierbar, wenn man strategisch auf Qualität statt auf Masse zum niedrigen Preis setzen möchte. Insgesamt führt eine solche Strategie zu einem stabilen und resilienten Unternehmen, das ein angemessenes Wachstum im Markt durch Spezialisierung erwirtschaftet. Diese Kontinuität ist Kennzeichen von familiengeführten Unternehmen, die sprunghafte Wachstumsschübe mit den in der Folge unausweichlichen Überforderungen ablehnen.

elka setzt darauf, dass durch Forschung und Entwicklung wesentliche Produktvorteile realisiert werden. Dieses Engagement überzeugt auch andere, wird vom Handel und von Einkaufsentscheidern mit einer stabilen Position im Wettbewerb belohnt und ist die Grundlage für die nächsten Schritte.

Nächster Schritt: Zukunftssicherheit durch Investition in die Transformation

Damit auch kommende Generationen alle Vorzüge qualitativ hochwertiger Holzwerkstoffe nutzen können, begreift elka Nachhaltigkeit als Prozess. Entsprechend hat elka mit der energetischen Modernisierung der Produktion von Holzplattenwerkstoffen begonnen. Hierfür wird eine Großinvestition getätigt. Die Planung umfasst vier Meilensteine und soll insgesamt 2028 abgeschlossen sein.

Die Investition von elka wird mit Mitteln aus der „Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz“ (EEW) gefördert.

Das Fundament für diese Innovation ist das bei elka seit 2011 etablierte und zertifizierte Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001:2018. In diesem ständigen Verbesserungsprozess werden Energieverbräuche gemessen und Maßnahmen zur Energieeinsparung und damit zur Verbesserung der Energieeffizienz abgeleitet.

Für das Familienunternehmen elka überwiegen bei dieser Zukunftsinvestition die Chancen. Diese liegen in der Steigerung der Effizienz beim Einsatz von Energie und Rohstoffen und bieten damit die Grundlage für den weiteren Ausbau der Marktpositionierung.

Die Geschichte des Familienunternehmens seit 1906 zeigt, dass unternehmerischer Mut zur Entwicklung und Umsetzung neuer Strategien immer entscheidend zur Zukunftsfähigkeit von elka beigetragen hat. elka will diese Herausforderungen auch in Zukunft durch Innovationen und kluge Strategien bestehen. Für seine Produkte lässt elka Ökobilanzen erstellen; die aktuellen Umweltproduktdeklarationen sind auf der Seite „Umweltproduktdeklarationen“ abrufbar.

Alle holzverarbeitenden Unternehmen sind eng mit den bereits spürbaren Folgen der Klimaveränderung verbunden und müssen, wenn Holz aus Deutschland eine Zukunft haben soll, darauf reagieren. Deswegen führt elka parallel einen intensiven Dialog mit Waldbesitzern und deren Verbänden, damit die wissenschaftsbasierten Empfehlungen für eine zukunftsfähige Waldwirtschaft unter Berücksichtigung aller Nachhaltigkeitskriterien genutzt werden.

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