Was kostet Kantholz? Preise nach Querschnitt im Überblick

Was kostet Kantholz? Preise nach Querschnitt im Überblick

Die Preise für Kantholz und Konstruktionsvollholz (KVH) bewegen sich 2026 orientierend zwischen etwa 600 und 1.200 Euro pro Kubikmeter – der genaue Preis hängt maßgeblich von Holzart, Querschnitt, Sichtklasse und Bezugsweg ab. Fichte und Tanne sind am günstigsten, Douglasie und Lärche liegen aufgrund höherer Dauerhaftigkeit und Nachfrage spürbar darüber. Da Preise je nach Sägewerk, Region und Marktlage schwanken, lohnt sich für konkrete Projekte immer eine aktuelle Anfrage direkt beim Sägewerk, etwa beim elka-Schnittholzsortiment.

Warum sich Kantholzpreise pauschal schwer beziffern lassen

Anders als bei genormten Industrieprodukten schwanken Holzpreise spürbar – abhängig von Rohholzpreisen am Markt, Sägewerkskapazitäten, Saison und Region. Seriöse Preisangaben sind deshalb immer nur Orientierungswerte. Für Konstruktionsholz (KVH) etwa wird für 2026 ein Rahmen von rund 600 bis 1.200 Euro pro Kubikmeter genannt – je nachdem, welche Holzart, welches Maß und welche Sichtklasse gewählt wird und ob direkt beim Holzhandel oder im Baumarkt gekauft wird. Im Baumarkt liegt der Preis in der Regel spürbar über dem des direkten Fachhandels oder Sägewerks.

Die wichtigsten Preisfaktoren

  • Holzart: Fichte und Tanne sind die günstigsten Optionen, Douglasie und Lärche deutlich teurer – vor allem wegen ihrer höheren natürlichen Dauerhaftigkeit und größeren Nachfrage im Außenbereich.
  • Querschnitt: Größere Querschnitte bedeuten mehr Materialeinsatz und damit einen höheren Preis pro laufendem Meter, auch wenn der Preis pro Kubikmeter ähnlich bleibt.
  • Veredelungsgrad: Unbehandeltes Kantholz ist günstiger als technisch getrocknetes, keilgezinktes KVH – dessen aufwendigere Verarbeitung schlägt sich im Preis nieder. Leimbinder (BSH) liegen nochmals rund 25–50 % über vergleichbarem KVH.
  • Sichtklasse: Holz für den sichtbaren Bereich (Si), gehobelt und optisch selektiert, kostet mehr als technisch gleichwertiges Holz für den nicht sichtbaren Bereich (NSi).
  • Bezugsweg und Menge: Direktkauf beim Sägewerk oder Holzhandel ist meist günstiger als der Einzelkauf im Baumarkt; größere Abnahmemengen ermöglichen häufig bessere Konditionen.
  • Marktlage bei Stammholz: Auch der Preis für Rohholz am Stamm beeinflusst die Endpreise – bei Douglasie etwa lag der Preis für Stammholz zuletzt spürbar über dem von Fichte, was sich auf den Schnittholzpreis durchschlägt.

Fichte vs. Douglasie: der Preisunterschied

Der Preisunterschied zwischen den beiden bei elka verarbeiteten Hauptholzarten Fichte und Douglasie lässt sich gut nachvollziehen: Douglasien-Stammholz wird am Rohholzmarkt regelmäßig zu höheren Preisen gehandelt als Fichte, was vor allem an der höheren natürlichen Dauerhaftigkeit, der besseren Festigkeit (Douglasie erreicht häufig die Festigkeitsklasse C30 gegenüber C24 bei Standard-Fichte) und der optisch kontrastreicheren Maserung liegt. Für Bauvorhaben im Außenbereich – etwa Unterkonstruktionen oder sichtbare Fassadenelemente – ist der Aufpreis für Douglasie in vielen Fällen dennoch wirtschaftlich sinnvoll, da sich die längere Lebensdauer im Außeneinsatz gegenüber unbehandelter Fichte amortisiert.

Wie sich Preise sinnvoll vergleichen lassen

Bei der Einholung von Angeboten lohnt es sich, immer auf identische Vergleichsgrößen zu achten:

  • Preis pro Kubikmeter statt pro laufendem Meter, um unterschiedliche Querschnitte fair zu vergleichen.
  • Gleiche Sichtklasse (Si vs. NSi) bei allen verglichenen Angeboten.
  • Gleicher Veredelungsgrad: Kantholz roh, KVH getrocknet und keilgezinkt sowie BSH sind technisch unterschiedliche Produkte und entsprechend nicht direkt vergleichbar.
  • Lieferkosten und Mindestabnahmemengen, da diese den Gesamtpreis bei kleineren Projekten spürbar beeinflussen können.

Für Bauherren mit konkretem Bedarf empfiehlt sich eine direkte, aktuelle Preisanfrage beim Sägewerk oder Holzhandel des Vertrauens, da sich Marktpreise für Rohholz und Schnittholz laufend ändern und pauschale Tabellen schnell veralten.

Häufige Fragen zu Kantholzpreisen

Warum ist KVH teurer als einfaches Kantholz? Die technische Trocknung, Festigkeitssortierung und Keilzinkung von KVH sind zusätzliche Produktionsschritte, die Maßhaltigkeit und Formstabilität deutlich verbessern – dieser Mehraufwand spiegelt sich im höheren Preis wider.

Lohnt sich der Aufpreis für Douglasie gegenüber Fichte? Für den Außenbereich häufig ja: Douglasie erreicht eine höhere Dauerhaftigkeitsklasse und eine bessere Festigkeit, wodurch sich die höheren Anschaffungskosten über die längere Nutzungsdauer relativieren können.

Wo bekommt man die aktuellsten Kantholzpreise? Da Marktpreise sich laufend ändern, liefert eine direkte Anfrage beim Sägewerk oder Fachhandel die verlässlichsten, aktuellen Zahlen – pauschale Online-Preisangaben sind immer nur eine grobe Orientierung.

Zusammenfassung

Kantholzpreise lassen sich nicht pauschal in einer festen Tabelle abbilden, da sie von Holzart, Querschnitt, Veredelungsgrad und Marktlage abhängen. Als grobe Orientierung für 2026 gilt ein Rahmen von etwa 600 bis 1.200 Euro pro Kubikmeter für Konstruktionsholz, wobei Fichte am unteren und Douglasie eher am oberen Ende dieser Spanne liegt. Für ein verlässliches Angebot zum eigenen Bauvorhaben lohnt sich eine direkte Anfrage beim elka-Sägewerk, das jährlich rund 300.000 Festmeter Fichte und Douglasie aus regionaler Herkunft verarbeitet.

Weiterführende Quellen

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