Glückliches Happy End des Baufritz Transformathon 2024. Dagmar Fritz-Kramer überreicht dem Team von elka- Holzwerke und Supertecture die begehrte Sieger-Trophäe (Foto: Baufritz)
Netzwerk für zirkuläres Bauen überzeugte die Fachjury:
elka-Holzwerke und Supertecture gewinnen den Baufritz Transformathon 2024
ERKHEIM. Das Fertighausunternehmen Baufritz ist in Deutschland die Top-Adresse, wenn es um ökologisches und wohngesundes Bauen geht. Bei der Auswahl der Bauprodukte überlassen die Fachleute nichts dem Zufall, eine eigene baubiologische Prüfabteilung unter der Leitung von Stefan Schindele sorgt dabei für höchste Qualität und Unbedenklichkeit.
Baufritz-Chefin Dagmar Fritz-Kramer, Trägerin des Deutschen Umweltpreises, hat in diesem Jahr erstmalig einen zweitägigen Klimagipfel in Erkheim initiiert; mit hochrangigen Referenten aus Forschung, Wirtschaft und Politik. Die Tagung fand im September statt und der Höhepunkt der Veranstaltung war der "Baufritz Transformathon", ein Wettbewerb, bei dem die innovativsten und effektivsten Projekte und Produkte im Bereich der Energie- und Bauwende ausgezeichnet wurden.
Sechs hochkarätige Teams stellten ihre zukunftsweisenden Ideen vor. STO schickte eine digitale Plattform, die Sanierungsmaßnahmen für große Wohnungsgesellschaften vereinfacht ins Rennen. HILTI hat einen neuen Verbinder erfunden, mit dem sich Brettsperrholzplatten schnell verbinden und auch wieder lösen lassen. Knauf entwickelte ein zirkulares Akustikplattensystem. Der Beitrag von GUTEX war eine nachhaltige, schwerentflammbare und nicht glimmende Holzfaserdämmplatte. Ein Studententeam der TH Rosenheim konzeptionierte die skalierbare Umnutzung eines ehemaligen öffentlichen Bürogebäudes zu Wohnraum.
Der Wettbewerbsbeitrag der elka Holzwerke in Zusammenarbeit mit Supertecture hatte einen völlig anderen Ansatz und hob sich dadurch deutlich von der Konkurrenz ab. Die Idee von Supertecture-Chef Till Lill und seinen jungen Architektinnen bestand zum einen aus einer Akademie für Kreislaufarchitektur und der Innovation, Fertighäuser aus Recyclingmaterial anzubieten. Dabei stellte er auf unterhaltsame Weise drei verschiedene Größenmodelle der Häuser vor. Alle Gebäude hatten eins gemeinsam, die Wände bestehen zum größten Teil aus esb-Plus Plattenreststücken der elka-Holzwerke. Die esb-Plus Platten sind wiederverwendbar und recyclebar. Die Abfallstücke fallen im Zuschnitt des Holzwerks an, aber auch bei Verarbeitern wie Baufritz.
Till hat mit Supertecture bereits bewiesen, wie man mit Recycling- und Naturmaterialien nachhaltig, klimafreundlich und respektvoll für Mensch und Umwelt baut. Er hat viele Jahre im globalen Süden verbracht und dort zusammen mit Studierenden und Einheimischen wunderbare Bauprojekte in die Tat umgesetzt.
Diese Erfahrungen möchte er nun auch in Deutschland einbringen. Die Idee des Recycling-Fertighauses ist dabei nur ein Baustein. Supertecture möchte die junge Generation der Architekten inspirieren und anleiten, wie man mit zirkulärem Bauen ressourcenschonende und ästhetische Gebäude erstellen kann. Die Wissensvermittlung findet dabei im Supertecture Headquarter in Kaufbeuren statt.
Die komplexe Idee von aus konkretem zirkulärem Bauprojekt in Verbindung mit der Akademie für junge Architekten hatte sowohl die Fachjury des Wettbewerbs als auch das Fachpublikum restlos überzeugt. Und so konnte Dagmar Fritz-Kramer am Abend verkünden: "The winners are elka and Supertecture"







